Fußball-Bundesliga

Kimmich fühlte sich wie «ein Verkaufskandidat»

16. März 2025 , 00:07 Uhr

Joshua Kimmich spricht über seine nicht ganz einfache Vertragsverlängerung beim FC Bayern. Und erklärt, warum er so lange mit der Unterschrift gezögert hat.

Joshua Kimmich hält seine Vertragsverlängerung beim FC Bayern nicht für selbstverständlich und hatte im vergangenen Sommer nach eigenen Worten eher das Gefühl, «ein Verkaufskandidat zu sein». Viel sei im Verein darüber gesprochen worden, «dass man Gehalt einsparen möchte», sagte der Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft im ZDF-Sportstudio. Er habe sich die weitere Entwicklung daher erst einmal anschauen wollen.

Nach langwierigen Verhandlungen mit einigen Wendungen hatten sich Kimmich und der FC Bayern kürzlich auf einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2029 geeinigt. «Ich wollte unbedingt meine Optionen kennen», erklärte der 30 Jahre alte Mittelfeldstar der Münchner, warum er einen Vereinswechsel ebenfalls geprüft habe.

Auch andere Clubs hätten sich intensiv um ihn bemüht, über ein Angebot sagte er: «Man zuckt dann, ja.» Offenbar soll Paris Saint-Germain um den Mittelfeldspieler gebuhlt haben, Kimmich wollte das trotz mehrerer Nachfragen nicht konkret bestätigen.

«Das war für mich dann schwierig»

Nach der turbulenten vergangenen Saison, in der die Bayern nur Dritter wurden, habe er Bedenkzeit benötigt, erklärte Kimmich. «Mir hat man dann relativ früh in der Vorbereitung mitgeteilt, dass ich jetzt das Gesicht des Vereins werden sollte. Und das war für mich dann schwierig, das dann direkt zu glauben, die Meinungsänderung, innerhalb von ein paar Wochen.» 

Bei der nun getroffenen Entscheidung sei Trainer Vincent Kompany «ein sehr wichtiger Faktor» gewesen. Auch über Sportdirektor Christoph Freund und Sportvorstand Max Eberl äußerte Kimmich sich positiv. Beide hätten ihm die nötige Zeit eingeräumt, um sich die Entwicklung des Teams unter Kompany anschauen zu können.

«Ich hatte das Gefühl, dass sie meine Situation verstehen», sagte Kimmich über das Führungsduo. «Gerade auch in der Hinrunde wurde auch überhaupt gar kein Druck ausgeübt, weil sie, glaube ich, wussten, woher meine Gedanken kommen und warum ich mir das Ganze erst mal angucken möchte.»

Quelle: dpa

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