Hohenlohekreis

Zwei Frauen kommen bei Unfall auf A6 ums Leben

23. März 2025 , 13:49 Uhr

Ein großes Auto mit sechs Insassen kommt von der Fahrbahn ab und überschlägt sich. Mehrere sind wohl nicht angeschnallt - zwei sterben.

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 6 östlich von Heilbronn sind zwei Menschen gestorben – vier weitere wurden schwer verletzt. Die Autobahn war zwischen dem Kreuz Weinsberg und Bretzfeld in Richtung Nürnberg über viele Stunden gesperrt worden. Die Unfallstelle wurde zwischenzeitlich geräumt, wie ein Sprecher der Polizei am Mittag mitteilte.

In dem Unfallwagen waren nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei die vier hinten sitzenden Frauen nicht angeschnallt, darunter eine 31- und 42-Jährige, die den Unfall nicht überlebten.

Ein 85-Jähriger habe mit seinem SUV am Morgen bei Bretzfeld zunächst einen Lastwagen überholen wollen und sei dafür nach links ausgeschert, teilte die Polizei mit. Ein 43-Jähriger, der hinter ihm kam und in dessen Geländelimousine sechs Menschen saßen, musste deshalb ausweichen. 

Bei dem Ausweichmanöver stieß der Wagen demnach leicht mit dem anderen Fahrzeug zusammen, kam von der Straße ab, überschlug sich und blieb auf einem Acker liegen. In dem Auto saßen sechs Menschen – sieben können insgesamt Platz finden. Fahrer und Beifahrerin waren laut Polizei angeschnallt – sie kamen in umliegende Krankenhäuser. 

Welche Einzelheiten sind noch bekannt?

Vier Frauen hinten im Fahrzeug waren nach derzeitigem Kenntnisstand aber «alle nicht ordnungsgemäß angegurtet» – es handelt sich um die beiden Frauen, die noch am Unfallort starben, sowie eine 21 und eine 46 Jahre alte Frau, die beide nach Polizeiangaben schwerstverletzt wurden. Es bestehe nach aktuellem Stand keine Lebensgefahr, so die Polizei. 

Der 85-jährige Fahrer des Autos, das den Lkw überholen wollte, und seine 79-jährige Beifahrerin blieben unverletzt. Drei Seelsorger seien vor Ort gewesen. Die 79-Jährige stand nach Polizeiangaben unter Schock. Eine medizinische Behandlung habe das ältere Ehepaar aber abgelehnt.

Ein Rettungshubschrauber und mehrere Notärzte seien im Einsatz gewesen. Informationen zur genauen Ursache für den Unfall und zur Schadenshöhe gab es zunächst nicht.

Quelle: dpa

 

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