Brose: Standort Bamberg/Hallstadt gefährdet?

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Am Brose-Standort in Würzburg könnten bald die Lichter ausgehen. Die IG Metall spricht davon, dass rund 1400 Arbeitsplätze wegfallen könnten. Gewerkschaft und Betriebsrat hätten gestern erfahren, dass die Unternehmensleitung entsprechende Veränderungen prüfe. Auf Radio Bamberg Nachfrage sagt Brose mit Blick auf die Standorte Bamberg/Hallstadt und Coburg: „Anhand verschiedener Kriterien werden die Vorteile einer Reduktion auf Coburg und Bamberg/Hallstadt untersucht und die Synergiepotentiale ermittelt. Sollten diese wirtschaftlich notwendig sein, muss der zunehmend defizitäre Standort Würzburg aufgegeben werden. Für den Fall einer Schließung wird Mitarbeitern aus der Administration eine Übernahme angeboten.“ Die IG Metall Bamberg erklärt auf Radio Bamberg Nachfrage, man prüfe aktuell, welche Auswirkung eine Schließung des Standorts Würzburg für Bamberg bedeuten würde.

 

Die IG Metall verweist im Zusammenhang mit den Plänen für Würzburg auf einen Tarifvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2026 ausschließt. Morgen soll die Belegschaft des Automobilzulieferers informiert werden. Für Samstag ist in Würzburg ein Protestmarsch geplant.

 

Hier die Stellungnahme von Brose gegenüber Radio Bamberg, was die Auswirkungen auf Coburg/Bamberg/Hallstadt betrifft:

Die Automobilindustrie in Deutschland befindet sich in ihrer größten Krise seit der Wiedervereinigung.

Wie bereits Ende letzten Jahres mitgeteilt, hat der Verwaltungsrat auf Vorschlag der Geschäftsführung am 9. Dezember 2024 beschlossen, die indirekten Personalkosten weltweit bis 2027 in mehreren Stufen um rund 20 Prozent zu reduzieren.

Neben der unbedingt notwendigen Optimierung unserer Organisation wurde die Senkung aller Kosten angekündigt, um unsere Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen. Dazu gehört auch die Reduzierung unserer weltweiten Standorte.

Deshalb hat sich der Verwaltungsrat auch mit der Konzentration unserer drei fränkischen Kapazitäten befasst. Anhand verschiedener Kriterien werden die Vorteile einer Reduktion auf Coburg und Bamberg/Hallstadt untersucht und die Synergiepotentiale ermittelt. Sollten diese wirtschaftlich notwendig sein, muss der zunehmend defizitäre Standort Würzburg aufgegeben werden. Für den Fall einer Schließung wird Mitarbeitern aus der Administration eine Übernahme angeboten.

Sobald alle Ergebnisse vorliegen, werden Verwaltungsrat und Geschäftsführung eine Entscheidung treffen.

 

Eine transparente und offene Kommunikation ist uns wichtig. Deshalb hat Michael Stoschek bereits am Freitag, 7. Februar, die Betriebsratsvorsitzenden der fränkischen Standorte über diese Überlegungen informiert.

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